Unternehmen mit Chinabezug profitieren

Deutsch-chinesische Studienkooperation geht in die 7. Runde

 

Von Stefanie Gerdsmeier

 

 

Vor einer Woche ging die Bewerbungsphase des deutsch-chinesischen Studienmodells in Schleswig-Holstein zu Ende. „66 chinesische Studenten möchten ihre Diplomarbeit in Schleswig-Holstein schreiben“, erzählt Torsten Drews, der für die Außenwirtschaftsberatung der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein zuständig ist. Bis zu 50 Prozent der Interessierten werden an Betriebe vermittelt, nicht alle Bewerber sind auch geeignet. Für die Vermittlung in Unternehmen wählen wir engagierte Diplomanden mit guten Englischkenntnissen aus. Ein paar sprechen auch ein bisschen deutsch", sagt Drews. Bei der Kooperation der Wirtschaftsförderung, der Fachhochschule Lübeck und der ECUST in Shanghai profitieren Unternehmen und Studierende. „Unternehmen mit Chinabezug haben in der Vergangenheit die chinesischen Diplomanden übernommen und an ihrem Standort in China weiterbeschäftigt“, erzählt Drews. Beide Seiten lernen über die jeweils andere Kultur und die Marktbearbeitung fällt entsprechend leichter.

 

 

Ein Problem, das viele Norddeutsche Unternehmen zögern lässt, einen chinesischen Studenten einzustellen, ist die Angst vor Produktpiraterie. Die Wirtschaftsförderung weist hierzu auf mögliche Gefahrenquellen hin, Drews versichert aber: „In keinem Fall haben wir negative Erfahrungen gemacht.“