Wirtschaftsförderer im Gespräch: Udo Mager ist Wirtschaftsförderer in Dortmund

Was hat Dortmund, was andere Standorte nicht haben?

Den Mix: hochqualifizierte und motivierte Menschen, eine robuste, technologieorientierte Wirtschaftsstruktur verbunden mit attraktiver Lebensqualität und starke Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Dortmund ist überraschend anders als die Klischees glauben machen wollen.

 

Welches Thema brennt Ihnen zurzeit unter den Nägeln?

Es ist und bleibt unser vorrangiges Thema im Strukturwandel, Arbeitsplätze für die Menschen zu schaffen und zu sichern. Und wir sind auf einem guten Weg: Die Arbeitslosenquote sinkt kontinuierlich, zur Zeit liegen wir bei 12,9 Prozent. Unser Ziel ist es, schnellstmöglich wieder einstellig zu werden.

 

Was war Ihr größter Erfolg?

Privat: meine Tochter. Beruflich: das Dortmund-project in der Stadtgesellschaft als Zukunftsmodell für Dortmund zu etablieren. Das Dortmund-project ist die Initiative für den Technologiestandort Dortmund. Seit 2000 bündelt es die Kräfte aus Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft und fokussiert sich auf die Zukunftsbranchen Logistik, Informations-, Mikro-/Nano- und Biotechnologie.

 

Welches Unternehmen würden Sie gerne nach Dortmund holen?

Kein spezifisches, sondern in der bei uns bewährten Verbindung von Tradition und Hightech: ein ínternationales produktionsorientiertes Unternehmen, das gut in die F&ELandschaft unserer Stadt passt.

 

Welche Wirtschaftsförderungsaktion hat Sie im vergangenen Jahr besonders beeindruckt?

Das Kulturhauptstadtjahr. Weil es in jeder Hinsicht ein absoluter Gewinn für Dortmund war. Wir, und auch die Metropole Ruhr insgesamt, haben uns von der besten Seite gezeigt. Dortmund hat sich als lebendiger und vielseitiger Standort präsentiert und konnte das Zerrbild der Klischees zurechtrücken.

 

Wenn nicht in Dortmund, wo dann, und warum?

Sehen sie es mir bitte nach – aber ich bin mit Leib, Seele und Stolz Dortmunder. Da geht nichts drüber. Und wenn es doch sein muss, dann München – zur Entspannung.

 

Welcher Wirtschaftsförderer sollte diese Fragen als nächstes beantworten?

Thomas Westphal, Geschäftsführer der Metropole Ruhr.

 

Die Fragen stellte Stefanie Gerdsmeier