Wirtschaftsförderer im Gespräch: Uwe Kerkmann aus Düsseldorf

- Uwe Kerkmann
Was hat Düsseldorf, was andere Standorte nicht haben?
Düsseldorf ist eine schuldenfreie Großstadt. Wir haben Spielraum für Investitionen in Infrastruktur, Sport, Kultur und Sozialwesen.
Welches Thema brennt Ihnen zurzeit auf den Nägeln?
Düsseldorf ist mit 53.700 Arbeitsplätzen der zweitgrößte Industriestandort in Nordrhein-Westfalen. Das gerät aber häufig in Vergessenheit, weil das Image von Düsseldorf vor allem mit Dienstleistungen in Verbindung gebracht wird. Um die Industrie zu stärken, haben wir einen Masterplan entwickelt, den wir zurzeit gemeinsam umsetzen. Dazu gehören beispielsweise die Themen Flächenbereitstellung für die Industrie, Energieversorgung und Werbung für Berufe im industriellen Bereich. Außerdem wollen wir auch an einem positiven Industrie-Image arbeiten.
Was war Ihr größter Erfolg?
Die Einrichtung des China-Kompetenzzentrums in Düsseldorf. Seit 2005 haben wir die Zahl der chinesischen Unternehmen in Düsseldorf von 70 auf 300 gesteigert. Damit sind wir der am dynamischsten wachsende Chinastandort in Deutschland. Seit dem letzten Jahr organisieren wir auch ein großes Chinafest und haben immer neue Ideen, damit die chinesischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Firmen gut in Düsseldorf integriert werden.
Welches Unternehmen würden Sie gerne nach Düsseldorf holen?
Wir freuen uns über jeden, der sich für Düsseldorf interessiert, gerade über Industrieunternehmen.
Welche Wirtschaftsförderungsaktion hat Sie im vergangenen Jahr besonders beeindruckt?
Die neue Imagekampagne „Germany at its best“ der Wirtschaftsförderung NRW. Dafür hat das Land in Japan sogar Preise gewonnen.
Wenn nicht in Düsseldorf, wo dann, und warum?
Zum Reisen Japan. Als studierter Japanologe habe ich in Düsseldorf einen guten
Ausgangspunkt. Künftig auch mit Direktflugverbindung nach Tokio.
Welcher Wirtschaftsförderer sollte diese Fragen als nächstes beantworten?
Kurt Kapp von der Wirtschaftsförderung in München.
