Wirtschaftsförderer im Gespräch: Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr

Was hat die Metropole Ruhr, was andere Standorte nicht haben?

Einen ganz besonderen Flair. Wer hierher kommt, findet eine Region im Aufbruch. Überall sieht man noch die Zeugen unserer alten industriellen Blüte und wenn Sie genau hinsehen, entdecken Sie, wie Unternehmer, Menschen und unsere Wissenschaft an der Zukunft von Morgen arbeiten.

 

Welches Thema brennt Ihnen zurzeit unter den Nägeln?

Unsere eigenen Unzulänglichkeiten, die Potenziale dieser einmaligen Region allen anderen begreiflich zu machen. Die Metropole Ruhr ist viel besser als ihr Ruf und es gibt eine groteske Falschbewertung dieser Region in der Öffentlichkeit.

 

Was war Ihr größter Erfolg?

In aller Bescheidenheit, ich bin erst seit neun Monaten im Amt, da kommen die ganz großen Erfolge erst noch …

 

Welches Unternehmen würden Sie gerne in die Region holen?

Apple, nein Spaß beiseite. Wir sind die Heimat vieler DAX-Konzerne, wir sind das nationale Rückgrat der Logistik für den weltweit größten Buchhändler Amazon und wir sind eine der führenden Gründerregionen in Deutschland. Also, bitte verstehen Sie, dass wir nicht einen Favoriten haben sondern viele Unternehmen, die jeden Tag mit uns sprechen.

 

Welche Wirtschaftsförderungsaktion beeindruckt Sie besonders?

Die Deutsche Meisterschaft von Borussia Dortmund! Solche sportlichen Erfolge erzeugen nicht nur Aufmerksamkeit der Sportfans sondern auch die der Wirtschaft im In- und Ausland, und sie ziehen auch Ansiedlungen und Investitionen nach sich.

 

Wenn nicht in der Metropole Ruhr, wo dann, und warum?

Auf La Palma vor einer Fischbude beim Sonnenuntergang, aber nur im Urlaub. Beruflich gibt es keinen schöneren Job als meinen, außer DFB-Präsident!

 

 

Die Fragen stellte Stefanie Gerdsmeier